Die drei Torarten auf einen Blick
| Kriterium | Sektionaltor | Schwingtor | Rolltor |
|---|---|---|---|
| Platz vor der Garage | keiner nötig | ca. 1 m Schwenkbereich | keiner nötig |
| Platz in der Garage | Laufschienen unter der Decke | Laufschienen unter der Decke | nur Wickelkasten oben |
| Durchfahrtsbreite | volle Breite | etwas eingeschränkt | volle Breite |
| Wärmedämmung | sehr gut (doppelwandig) | meist gering | mittel bis gut |
| Antrieb | ideal geeignet | gut nachrüstbar | meist integriert |
| Inkl. Montage (Richtwert) | 1.200 – 3.500 € | 800 – 2.000 € | 1.500 – 4.000 € |
Richtwerte für eine Einzelgarage ca. 2500 × 2125 mm. Details zu den Preisen im Garagentor-Kostenratgeber.
Sektionaltor: der Allrounder
Ein Sektionaltor besteht aus mehreren waagerechten Paneelen (Sektionen), die beim Öffnen senkrecht nach oben und dann unter die Decke laufen. Weil nichts nach außen schwenkt, können Sie direkt vor dem Tor parken – ideal bei kurzen Einfahrten oder Garagen direkt am Gehweg.
- Vorteile: volle Durchfahrtsbreite, sehr gute Dämmung, leiser Lauf, hoher Einbruchschutz, große Design-Auswahl.
- Nachteile: teurer als ein Schwingtor, benötigt Sturzhöhe und Deckenfläche für die Laufschienen.
Schwingtor: die günstige Lösung
Das Schwingtor ist ein einteiliges Torblatt, das beim Öffnen nach außen und oben schwenkt. Es ist robust, einfach aufgebaut und preiswert – deshalb findet man es an vielen älteren Fertig- und Reihengaragen.
- Vorteile: günstigster Preis, einfache Mechanik, problemlos mit Antrieb nachrüstbar.
- Nachteile: braucht Schwenkbereich vor der Garage, etwas geringere Durchfahrtshöhe, kaum Wärmedämmung.
Rolltor: wenn die Decke frei bleiben muss
Beim Rolltor wickeln sich schmale Aluminiumlamellen oben in einem Kasten auf. Die Garagendecke bleibt komplett frei – praktisch für Deckenregale, Dachboxen, Lampen oder niedrige Garagen mit Gefälle.
- Vorteile: kein Platzbedarf unter der Decke, keine Schwenkfläche vor der Garage, gut für Altbauten und Carports mit Rückwand.
- Nachteile: meist teurer, Lamellen etwas empfindlicher gegen Dellen, Dämmwert geringer als beim Sektionaltor.
Entscheidungshilfe in 3 Fragen
- Ist vor der Garage wenig Platz? Dann Sektional- oder Rolltor – ein Schwingtor scheidet aus.
- Brauchen Sie die Decke? Dann Rolltor. Ist die Decke frei, ist das Sektionaltor meist die bessere Wahl.
- Ist die Garage beheizt oder ans Haus angebaut? Dann ein gedämmtes Sektionaltor. Für freistehende Garagen reicht oft ein Schwingtor.
Sie sind unsicher? In unserer Anfrage können Sie einfach „Weiß ich nicht“ wählen – der Fachbetrieb berät Sie beim Termin vor Ort.
Häufige Fragen
Welches Garagentor ist am besten?
Für die meisten Häuser ist ein gedämmtes Sektionaltor die beste Wahl, weil es keinen Platz vor der Garage braucht, gut dämmt und sich leicht automatisieren lässt. Schwingtore sind günstiger, Rolltore ideal, wenn die Decke frei bleiben muss.
Kann ich ein Schwingtor durch ein Sektionaltor ersetzen?
Ja, das ist einer der häufigsten Fälle. Entscheidend sind Sturzhöhe und seitlicher Anschlag. Der Fachbetrieb prüft das beim Aufmaß und baut das alte Tor auf Wunsch aus und entsorgt es.
Welches Garagentor braucht am wenigsten Platz?
Das Rolltor braucht am wenigsten Platz: weder vor der Garage noch unter der Decke. Das Sektionaltor braucht ebenfalls keinen Platz vor der Garage, aber Raum für Laufschienen unter der Decke.
Wie lange hält ein Garagentor?
Ein fachgerecht eingebautes und regelmäßig gewartetes Garagentor hält meist 20 Jahre und länger. Verschleißteile wie Federn, Seile, Laufrollen und Antriebe werden in dieser Zeit gelegentlich erneuert.